Archiv für die Kategorie ‘Gefühlt’

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Questions in my mind.

November 2, 2009

Ich kann es nicht oft genug sagen: Niemals habe ich mit dem ganzen Blödsinn gerechnet, der gerade auf mich herabprasselt. Vielleicht war ich naiv. Ein naives, junges Mädchen, das geglaubt hat, andere würden ihr Verständnis von Freundschaft teilen und ihre Prinzipien verstehen und einhalten. Vielleicht war das wirklich naiv, ich weiß es nicht. Ich habe auch keine Lust ständig nur zu jammern und mich darüber aufzuregen, was andere Menschen geschafft haben mit mir zu machen. Ich kann es nicht mehr ändern und je mehr Zeit vergeht, umso mehr legt sich Wut über den Schmerz.

Ich finde Situationen furchtbar, in denen ich mich noch nie zuvor befunden habe. Weil ich keine Ahnung habe, was nun richtig oder falsch ist. Handle ich nach dem Gefühl, das ich gestern hatte oder lieber nach dem jetzt gerade? Oder vielleicht gar nicht nach Gefühl, sondern lieber nach Verstand? Soll ich aufhören zu versuchen zu verstehen, was andere wohl über meine Entscheidungen denken würden? Oder ist das gerade wichtig? Was ist überhaupt wichtig für mich?

Kann ich jemandem noch vertrauen nach so einer Geschichte? Und viel wichtiger: Möchte ich so jemandem noch vertrauen? Ist nicht schon längst alles kaputt und würde es nicht nur schmerzhaft werden zu versuchen alles doch noch aufrecht zu erhalten? Aus gutem Willen und Angst vor dem Verlust? Oder ist da noch etwas, das es wert wäre es aufrecht zu erhalten? Und wenn ja, was ist es?

Noch nie habe ich mir so viele Fragen gestellt und noch nie habe ich so wenige Antworten gewusst.

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Mein lieber Freund, #6

Oktober 31, 2009

Wirklich, so eine selten behinderte Scheiße habe ich noch nie erlebt. Und ich habe eigentlich geglaubt, dass ich sie auch nie in meinem Leben erleben müsste. Niemand auf diesem Planeten kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn einen zwei der wichtigsten Menschen hintergehen. Auch noch gemeinsam.

Ich bin ein starker Mensch und ich habe andere Beschäftigungen. Es fällt mir nicht schwer, hin und wieder über meine Situation zu lachen oder überhaupt zu lachen. Es gibt viele Momente, in denen ich mir denke ‘Das ist es nicht wert’. Doch es gibt immer wieder diese kleinen Augenblicke, die mich ins Schleudern bringen. Und momentan kommen diese Augenblicke meistens recht ungelegen. Nämlich mitten auf der Straße oder wenn ich gerade an der Wursttheke stehe. Ich stehe so da und plötzlich taucht dein Gesicht vor meinem inneren Auge auf. Und ich denke an die Zeit, in der wir nachts lachend durch den Bahnhof gelaufen sind. Oder als du mich an beiden Beinen festhaltend auf dem Rücken durch deine Wohnung geschliffen hast. Oder als dein Meerschweinchen auf meinem Rücken saß und du gesagt hast „Es mag dich“. Weißt du noch, als wir oben auf der Burg waren und der Führung zuhören wollten, aber wir beide noch alkoholisiert vom Vortag waren? Oder als wir auf der Bank auf der Wiese saßen und so gelacht haben wie schon lange nicht mehr?

Manchmal denke ich genau daran, und dann ist es schwer sich zu beherrschen und nicht zu weinen. Ich habe es bisher noch nie geschafft. Auf der einen Seite fehlst du sehr und ich will nicht auf dich verzichten. Aber auf der anderen Seite nimmst du keinerlei Rücksicht auf mich und hast die einzige von mir aufgestellte Regel gebrochen. Du hast mich so sehr verletzt und enttäuscht, dass ich dich nur schwer noch als meinen Freund bezeichnen kann. Eigentlich bin ich sehr gutmütig und verzeihe schnell. Aber ich weiß nicht, ob ich das so schnell verzeihen kann. Ich weiß, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die man nicht beeinflussen kann und gegen die man sich kaum wehren kann. Ich weiß auch, dass das eigentlich nichts mit unserer Freundschaft zu tun haben dürfte. Ich weiß es einfach nicht. Ich weiß nur, dass es weh tut und dass ich mich damit so wenig wie möglich beschäftigen möchte. Zumindest momentan. Was ist, wenn ich nicht mehr so darunter leide, kann ich nicht sagen. Man wird sehen.

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Kaputt.

Oktober 20, 2009

Warum ist eigentlich dieser Herbst (und wahrscheinlich der Winter auch, wenn wir mal pessimistisch sind) genauso unglaublich scheiße wie letztes Jahr? Muss man das verstehen? Ich meine, werde ich für irgendwas bestraft? Also ganz ehrlich, so viele Karmapunkte im Minusbereich kann ich gar nicht haben, dass ich all das hier erleben darf. Aber vielleicht sollte ich diese Frage nicht allzu laut stellen. Schlimmer geht immer, wie man ja weiß.

Es geht mir tierisch auf den Senkel, dass andere Menschen mein Leben und meine Laune so sehr beeinflussen können. Und sich dessen sogar noch bewusst sind. Das ist eigentlich noch das Dümmste daran. Und es gibt so Tage, da laufe ich durch die Straßen und frage mich, wie das so war als alles noch einfach war und ich mir keine großen Gedanken machen musste. Und als ich mich nicht fragen musste, wie diesundjenes wohl weitergeht oder was derundder wohl denkt. Ich würde auch gerne aufhören damit, aber das ist leider leichter gesagt als getan. Es nervt mich, dass ich so ein tierisch netter Mensch bin, der immer, aber auch wirklich immer, auf das Wohl der anderen bedacht ist. Ich will, dass es anderen gut geht, auch wenn es mir dadurch schlechter geht und kann nichts dagegen machen. Man sollte sich nicht von anderen Menschen abhängig machen. Am Ende macht es einen nur kaputt. Vielleicht sollte ich gänzlich mit der sozialen Kontakterei aufhören. Erscheint mir manchmal wirklich als die beste Lösung.

Und wenn mir dann auch noch gesagt wird, dass ich es nicht zu schätzen weiß, dass ich so viele wirklich gute Freunde habe, dann möchte ich denjenigen bitte kurz an die Wand klatschen. Und noch irgendwas hinterherwerfen, ganz ehrlich. Ich weiß das sehr wohl zu schätzen und bin mir dessen sogar bewusst, juchei! Wenn dann auch noch gesagt wird, ich würde ihnen nicht vertrauen, dann sollte man wirklich mal über das nachdenken, was man da gerade gesagt hat. Denn wirklich guten Freunden vertraue ich. Und wenn ich bei einer Person am Vertrauen zweifle, dann hat das wohl seinen Grund. Ich kann niemandem vertrauen, der zwischenmenschliche Tabus bricht. Der sich über freundschaftliche Loyalität hinwegsetzt und das ganze auch noch als psychologische Therapie verkauft. An mich! Ich kann auf sowas gut verzichten, damit habe ich kein Problem. Von anderen Menschen bin ich so etwas traurigerweise gewöhnt. Und weil in diesem Fall die Abhängigkeit und meine persönliche Nettigkeit wieder zum Tragen kommt, kann ich darauf leider nicht so einfach verzichten. Manchmal wäre ich gerne ein weiser alter Mann, der sich das alles BigBrother-mäßig von oben anschaut und dann einen klugen Ratschlag gibt. Oder mal ein paar Menschen mal einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Wobei ein Mensch reicht mir vorerst. Mehr will ich auch gar nicht.

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Tu nur das, was dein Herz dir sagt.

Oktober 14, 2009

Mach was dein Herz dir sagt. Dein Herz sagt dir, wenn es nicht mehr geht und dein Herz sagt dir auch, ob es sich lohnt.

Das hat einmal jemand zu mir gesagt und das sind die Worte, an die ich mich jetzt erinnere. Der Verstand kann einem vieles sagen, vielleicht hat der Verstand manchmal sogar Recht. Aber solange das Herz etwas anderes sagt, sollte man seinem Verstand nicht folgen. Da kann es noch so viele laute Stimmen um einen herum geben, man selber muss ganz allein wissen, was man tun möchte. Sowieso stellt man meistens im Nachhinein fest, dass all die anderen, die einem so weise Worte an den Kopf werfen, es selber nicht besser machen.

Ich höre also nur noch auf mich selber. Und mein Herz sagt mir, besondere Dinge sollte man nicht einfach so wegwerfen. Und deswegen behalte ich es. Vielleicht nur noch für eine Weile. Vielleicht für immer. Ich weiß es nicht. Aber ich behalte es jetzt.

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Yes, we can.

Oktober 12, 2009

Es ist windig draußen und kalt, ich muss noch sehr viel aufräumen, meine Haustiere leben nicht mehr, .. aber mir gehts gut. Und das ist das Wichtigste.

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Wahre Worte von anderen. #2

September 16, 2009

Ich habe meinen Herzmuskel nicht unter Kontrolle und es hätte nichts verändert oder besser gemacht, wenn es nicht so wäre. Wenn ich nur ein bisschen mehr Kontrolle gehabt hätte. Man kann sich nicht ewig kontrollieren. Kennt ihr jemanden, der ewig die Kontrolle behält? Irgendwann stürzt es aus jedem von uns raus. Es gibt Menschen da draußen, die denken, dass sie seit 50 Jahren alles gut unter Kontrolle haben. Und dann ist es von einen auf den anderen Moment vorbei damit. Es ist diese eine Sache in unserem Leben, für die wir keine Versicherung abschließen können.

Ich ziehe Menschen an, die das Unkontrollierbare in mir heraufbeschwören.

Manchmal sagt Franzi einfach mal so wahre Dinge. Dann möchte ich nickend die Straße auf und ab laufen und in unregelmäßigen Abständen mal „Ja“ oder „Es stimmt einfach“ zu vorbeigehenden Passanten sagen. Gruselig, wie einem andere Menschen aus dem Kopf reden können. Und sowieso: Wir sind sollten alle viel mehr Franzi lesen!

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Es sind die kleinen Dinge..

August 10, 2009

.. wenn ich durch die Tür stolpere und einen blauen Paketschein auf der Kommode liegen sehe. Und dann geht man runter und hält kurz darauf tatsächlich ein Paket in der Hand. Mit einem großartigen Geschenk, mit dem man nicht gerechnet hat. Vielen vielen Dank.

.. wenn du sagst, „du weißt, egal was du tust, ich stehe immer hinter dir. Das habe ich dir schon so oft gesagt und es wird auch so bleiben“. Danke.

.. wenn mein Leben ein selbstgestaltetes Chaos ist, das sich immer weiter verrennt und du mich machen lässt. Wenn du mir sagst, dass es eigentlich nicht in Ordnung ist, aber du auch sagst, dass du mich verstehen kannst. Danke.

.. wenn ich drei Stunden am Tag mit dir telefonieren kann und nie schweigen muss. Danke.

.. wenn ich einfach so anrufe, aber du eigentlich keine Zeit hast, dich aber trotzdem auf eine Cola und Pizzabrötchen in der Stadt mit mir triffst, weil ich schlechte Laune habe und dir sagen möchte, was mir gerade auf dem Herzen liegt. Danke.

.. wenn ich sage, ich ziehe aus unserer WG aus, und du mich trotzdem noch in deinen Heimatort einlädst. Und dich trotz allem ein bisschen für mich freust, weil ich einen neuen Weg gehe. Danke.

.. wenn ich an dich denke und du mich anrufst. Danke.

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Von wichtigen Entscheidungen.

August 5, 2009

„Wooow, stop wartet mal!“, will sie schreien und hofft, dass die Welt für eine Sekunde anhält. Doch es dreht sich alles weiter wie bisher. Und weiter. Und weiter. Und weiter. Wer soll da mit dem Kopf noch hinterher kommen?

Es gibt so Momente, da weiß man, dass man gerade Entscheidungen fürs Leben trifft. Ich persönlich finde Entscheidungen treffen alles andere als schön und überlasse diese unangenehme Angelegenheit gerne anderen Menschen. Aber das Schicksal lässt sich nicht austricksen. Das einzige, was ich von Anfang an wusste war, dass ich den Studiengang wechseln möchte. Also habe ich einen Eignungstest für den neuen Studiengang in der altbewährten Oststadt gemacht und wurde tatsächlich angenommen. Ich war auch schon offiziell eingeschrieben, als dann plötzlich die Zulassung aus der Nähe meiner geliebten H-Stadt kam. Tja, was macht man nur in so einer Situation? Ich habe Tage und Nächte damit verbracht, habe abgewogen, habe Gefühle sprechen lassen, habe Gefühle unterdrückt, habe mit Menschen geredet, habe gerechnet, habe nicht geweint, aber hätte es gerne getan und dann schlussendlich entschieden: Ich ziehe um.

Die nächsten Monate sind voll gepackt mit Geldbeschaffungsmaßnahmen, Nachmietersuche, Exmatrikulation, Immatrikulation, Wohnungssuche, Zimmerstreichung, Umzug. Ach und Geburtstag habe ich auch bald. Klingt für mich alles nicht so prickelnd und wenn ich es mir wirklich bewusst mache, was alles zu erledigen ist und was noch schief gehen kann, dann möchte ich mich am liebsten an jemanden anlehnen und einfach losweinen. Ich habe große Angst, dass es die falsche Entscheidung war, dass ich es bereuen werde und das alles nicht klappt. Die Angst überkommt mich allerdings nur in den Momenten, in denen ich es zulasse. Und das ist relativ selten.

Und außerdem hat das ganze auch etwas sehr Positives: Ich kann zurück in meine geliebte H-Stadt. Die tief in meinem Herz steckt und vielleicht ist es genau das Richtige, wieder zurück hierher zu kommen. Hier fühle ich mich wohl und hier bin ich zuhause. „Du bist einfach tief verwurzelt mit deiner Stadt und deinen Leuten, ich verstehe, dass du zurück möchtest“, sagte heute auch schon meine Mitbewohnerin. Mal schauen, wie es weitergeht. Langweilig wird es hier jedenfalls nie. Und zu den anderen Herzensangelegenheiten, die leider auch noch nicht einfacher geworden sind, kommen wir ein ander Mal.

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Mehr nicht.

April 24, 2009

Ich muss mich einfach von der Vorstellung lösen, dass ich dich brauche.

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Wir sind Freunde, weil..

März 26, 2009

.. in der Disko den ganzen Abend über nicht mein Lieblingslied gespielt wird und du mich auf dem Nachhauseweg anrufst, weil du weißt, dass bei deinen Anrufen genau dieses Lied ertönt, und einfach nur sagst: „Siehst du, jetzt hast du’s doch noch mal gehört!“