Archiv für die Kategorie ‘Gedacht’

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Gut gemacht.

November 21, 2009

Ich dacht mir heut so: Boah ey näh, das lässte nich länger mit dir machen. Schieben die dich einfach ab an die Wursttheke, und du willst das gar nich! Näh, so geht das nich! SO GEHT DAS NICH, FREUNDE! Hab ich mir so gedacht. Und dann beschlossen: Du gehst da jetz hin und sachst denen das. Einfach ma voll die Meinung sagste denen. Und dann drohste mit Kündigung, jawohl! Hauste die weg vom Tisch! So!

Und dann geh ich da so hin, und sag so: „Herr [Stellvertretender Marktleiter], ich möchte da nicht mehr arbeiten. Ich kann mir das nicht vorstellen, das noch länger zu machen!“ Und er sagt so: „Frau B., ich habe heute morgen um sechs Uhr angefangen zu arbeiten. Und ich bleibe hier noch bis 22 Uhr. Ich hab fünf Stunden geschlafen. Ich bin echt genervt!“ Und ich so: „Soll ich morgen wiederkommen?“ Und er so: „Morgen ist es genauso!“ Und ich so: „Okay, dann.. bin ich still.“

Das nenn ich Durchsetzungsvermögen. Ich gratuliere mir selbst. [Gut gemacht! Du hast den Endgegner besiegt und hast nun Level 7 erreicht. Du hast jetzt alle Fähigkeiten eines 7-Jährigen Kindes, herzlichen Glückwunsch!]

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Wenn es scheint, dass nichts gelingt.

November 18, 2009

Auch wenn es scheint, dass nichts gelingt
Ists manchmal das, ganz genau das
Was uns weiterbringt


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Jammern. Hoch Drei.

November 12, 2009

Ich habe es mehrfach probiert, aber jetzt gebe ich es auf. Ich wollte kein Jammer-Blog werden. Kein Blog, in dem immer nur geweint, gejammert, gemeckert und ausgerastet wird. Keiner von diesen negativen Blogs, die die Stimmung runterziehen. Wo man gleich merkt: Oha, die Autorin, die hat ja ne richtig schlechte Phase gerade. Die braucht das Ding hier, um sich selbstzubemitleiden. Wahrscheinlich ist sie schon in Therapie. Sollte sie jedenfalls mal in Erwägung ziehen. Nee, wollte ich nicht. Lese ich schon bei den anderen oft genug. Ich hab echt probiert, die blöden Sachen rauszulassen. Mal nicht zu meckern. Und witzige, entspannte, glückliche Texte zu schreiben. Aber darauf habe ich jetzt keine Lust mehr. Wenns mir gut geht, schreibe ich es. Wenns mir schlecht geht, dann schreibe ich es auch. Dann hab ich eben einen bescheuerten, total negativen, stressigen Blog. SO WHAT? Das ist meine Welt hier drin und wenn es irgendwen nicht interessiert, zwingt ihn keiner, hier weiterhin zu bleiben. Meine Welt bleibt meine Welt, denke ich mir so. Und solange ich hier guten Gewissens lesen kann, ist alles paletti. Also werde ich mich weiterhin aufregen. Ich werde gepflegt ausrasten, noch viel mehr beleidigen als vorher. Selbstmitleidige Briefe schreiben und hin und wieder ein Tränchen vergießen, wenn mir danach ist.

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Von Männern. Und Gefühlen.

November 10, 2009

Ich denke eingehend darüber nach, mich einfach nicht mehr zu verlieben. Das würde viele Dinge erleichtern, merke ich gerade. Ich hätte einen Haufen Probleme weniger. Zwar hätte ich auch nicht das, was ich will, aber das habe ich so ja auch nicht. Und als Bonus dazu habe ich noch einen Haufen Ärger. Mal ehrlich.. was davon lohnt sich mehr?

Bevor jemand altklug einschreitet und mir erzählt, dass man sich immer dann verliebt, wenn man es am wenigsten erwartet und dass man ja sowieso nichts dagegen machen kann.. danke, das weiß ich selber. Aber das Blöde an Gefühlen ist das Loskommen hinterher. Vor allem bei unglücklicher Verliebtheit oder nach einer Trennung, die man selbst nicht wollte.

Manchmal liege ich in meinem Bett und stelle mir vor, wie es ist, mit einem anderen Mann als mit dem, den ich mal toll fand, zusammenzuliegen. Kann ich mir nicht vorstellen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mich bei jemand anderem auf diesem Planeten so wohl fühle. Dass ich jemand anderem so viel von mir erzählen möchte. Dass ich von jemand anderem so gerne in den Arm genommen werde. Und dass ich das Lachen von jemand anderem genauso gerne höre. Alles unvorstellbar momentan. Denn auch wenn ich mich tierisch über diesen Mann aufrege und ihn die meiste Zeit über eigentlich gekonnt ignoriere und langsam merke, wie er Schritt für Schritt (kleine Schritte, sehr kleine Schritte, aber immerhin Schritte!) an Wichtigkeit verliert, so vermisse ich ihn in manchen Momenten doch. Als besten Freund, der mir sehr nahe war.

Ich weiß, dass all sowas vergeht. Dass irgendwann jemand um die Ecke kommt (sagt mir zumindest der Blick in meine Kristallkugel), der mich noch mehr umhaut und bei dem ich über dieses Geschreibsel nur lachen kann. Deswegen glaube ich auch nicht, dass Gefühle, die man für jemanden hat, einen davon abhalten, jemand anders auch toll zu finden. Denn auch wenn der gute Mann mir egal wäre, würde ich den Kerl, der mich bei der Arbeit im Supermarkt angesprochen hat und mit dem ich nun essen gehen werde, nicht toller finden. Und auch den Typ, der mir laufend Chatnachrichten schreibt und mich daran erinnert, dass ich ihn ja mal richtig kennen lernen wollte, würde ich nicht umwerfender finden. Natürlich vergleiche ich in solchen Momenten und danach habe ich noch weniger Lust sie zu treffen, aber ich bin mir sicher, dass es auch ohne Vergleich nicht anders wäre. Was will ich eigentlich sagen? Irgendwie verfehle ich den Kern meiner Gedanken. Gab es überhaupt einen? Man weiß es nicht. Anstrengend ist es jedenfalls, dieser ganze Blödsinn mit den Gefühlen. Anstrengend und sinnlos. Fertig.

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Notiz an mich.

November 9, 2009

Ich habe gestern nicht geweint, obwohl wir miteinander gesprochen haben.

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Questions in my mind.

November 2, 2009

Ich kann es nicht oft genug sagen: Niemals habe ich mit dem ganzen Blödsinn gerechnet, der gerade auf mich herabprasselt. Vielleicht war ich naiv. Ein naives, junges Mädchen, das geglaubt hat, andere würden ihr Verständnis von Freundschaft teilen und ihre Prinzipien verstehen und einhalten. Vielleicht war das wirklich naiv, ich weiß es nicht. Ich habe auch keine Lust ständig nur zu jammern und mich darüber aufzuregen, was andere Menschen geschafft haben mit mir zu machen. Ich kann es nicht mehr ändern und je mehr Zeit vergeht, umso mehr legt sich Wut über den Schmerz.

Ich finde Situationen furchtbar, in denen ich mich noch nie zuvor befunden habe. Weil ich keine Ahnung habe, was nun richtig oder falsch ist. Handle ich nach dem Gefühl, das ich gestern hatte oder lieber nach dem jetzt gerade? Oder vielleicht gar nicht nach Gefühl, sondern lieber nach Verstand? Soll ich aufhören zu versuchen zu verstehen, was andere wohl über meine Entscheidungen denken würden? Oder ist das gerade wichtig? Was ist überhaupt wichtig für mich?

Kann ich jemandem noch vertrauen nach so einer Geschichte? Und viel wichtiger: Möchte ich so jemandem noch vertrauen? Ist nicht schon längst alles kaputt und würde es nicht nur schmerzhaft werden zu versuchen alles doch noch aufrecht zu erhalten? Aus gutem Willen und Angst vor dem Verlust? Oder ist da noch etwas, das es wert wäre es aufrecht zu erhalten? Und wenn ja, was ist es?

Noch nie habe ich mir so viele Fragen gestellt und noch nie habe ich so wenige Antworten gewusst.

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Traurige Realität.

November 1, 2009

[Ehefrau]: „Was würdest du tun, wenn ich morgen sterben würde?“
[Ehemann]: „Ich würde meine schwarzen Sachen bügeln.“

(aus: Der letzte Kuss)

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!!!

Oktober 29, 2009

Streichen wir den letzten Eintrag. Der war kindisch und peinlich. Und sehr offenbarend. Wahrscheinlich kann ihn eh jeder in seinem Feedreader lesen, weil ich ihn freigegeben habe. Nun gut, kann ich auch nicht ändern. Wir machen das ganze anders.

Ist ja ne anonyme Sache hier. Ich bin anonym, oder kennt mich wer? Prima. Also kann ich mich auch über meine anonymen Probleme aufregen, die mir meine anonymen Freunde geschaffen haben. Da kommt also meine anonyme Freundin (Name wird nicht verraten, weil… ja anonym, ne?) daher und hat suuuuper Kontakt mit meinem (Achtung! Anonym!) besten Freund. (Obwohl sie alles weiß, ALLES!!) In der Zeit, in der ich gerade keinen Kontakt mit ihm habe. Fällt mir dann natürlich auch super leicht, sowas durchzuhalten, wenn die sowas macht. Aber gut, davon mal ab. Jetzt erzählen die mir, dass die sich treffen wollen (zwei verschiedene Städte und so, aber.. hey, das ist alles so crazy .. und.. wow, noch nie hat es so gekribbelt! GEKRIBBELT, verfickte Scheiße! Merkts einer??!) und alles ist so… hach.. so krass einfach nur. Hätte man ja selber (anonym) nicht gedacht. Und man kann ja seit Woooochen nachts nicht mehr schlafen.. es gibt da ja mich. (Huch, ist denen aufgefallen! Cool, was?) Och man, wie machen wir das denn jetzt? Ist halt wirklich voll krass und so.

IHR HABT DOCH EINFACH ALLE EINEN VOLLSCHADEN!! GANZ EHRLICH!!!! MEINE FRESSE!!

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Sehr wahr.

Oktober 25, 2009

Nach wie vor.

You’re hot then you’re cold
You’re yes then you’re no
You’re in then you’re out
You’re up then you’re down
You’re wrong when it’s right

It’s black and it’s white
We fight, we break up
We kiss, we make up

You don’t really want to stay, no
But you don’t really want to go

We used to be
Just like twins
So in sync
The same energy
Now’s a dead battery
Used to laugh bout nothing
Now your plain boring

I should know that
You’re not gonna change.

[Katy Perry, Hot'n'Cold]

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Ein Spiel.

Oktober 22, 2009

Der Steuerkurs wurde nun gesetzt. Von anderen, nicht von mir. Und es geht gegen Ende, vielleicht sogar gegen ein sehr böses Ende. Aber scheinbar bin ich die einzige, die das überhaupt wahrnimmt. Wahrscheinlich bin ich dann auch noch diejenige, die übertreibt und es dazu bringt. Andere Menschen sehen Dinge ja grundsätzlich viel einfacher. Und ziehen sich dann auch einfach aus der Verantwortung. Ich bin ja schließlich Schuld. An allem. Was bin ich nur für ein böses, gemeines Ding. Ist ja kaum zu fassen.

Ich lasse mich nicht kontrollieren und ich lasse niemanden irgendwelche Machtspielchen spielen. Von mir wird nun erwartet, dass ich mich an die Regeln halte und brav mitspiele. Wenn der Spielleiter dies möchte, wird dies gemacht und wenn der Spielleiter das möchte, wird das gemacht. Ich glaube, dieser Spielleiter stellt das sich das ganze Spiel sehr viel einfacher vor, als es wirklich ist. Zumindest wenn man nicht mit kleinen bunten Figuren spielt, sondern mit einem Menschen. Vielleicht sehe ich aber auch schon aus wie eine kleine Figur, die den eigenen Willen verloren hat, weil sie genau das leider schon viel zu oft unter Beweis gestellt hat. Dann ist es auch kein Wunder, wenn alle erwarten, dass ich mitspielen werde. Es wird schmerzhaft, aber ich sehe nicht ein, einfach anderen den Posten des Spielleiters zu überlassen, nur weil sie in dem einen Moment meinen, sie möchten es sein. So funktioniert das nicht. Denn wir sollten ein Spiel ohne Spielleiter spielen. Das ist die Regel. Und solange es einen gibt, funktioniert gar nichts.

Ich weiß, wie alle anderen reagieren werden und gerade deswegen steht das böse Ende näher als zuvor. Aber dann ist das halt so. Lieber das, als dass ich als kleine Figur in einem großen Spiel ende, das ich nicht gewinnen kann.