Archiv für Oktober 2009

h1

Mein lieber Freund, #6

Oktober 31, 2009

Wirklich, so eine selten behinderte Scheiße habe ich noch nie erlebt. Und ich habe eigentlich geglaubt, dass ich sie auch nie in meinem Leben erleben müsste. Niemand auf diesem Planeten kann sich vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn einen zwei der wichtigsten Menschen hintergehen. Auch noch gemeinsam.

Ich bin ein starker Mensch und ich habe andere Beschäftigungen. Es fällt mir nicht schwer, hin und wieder über meine Situation zu lachen oder überhaupt zu lachen. Es gibt viele Momente, in denen ich mir denke ‘Das ist es nicht wert’. Doch es gibt immer wieder diese kleinen Augenblicke, die mich ins Schleudern bringen. Und momentan kommen diese Augenblicke meistens recht ungelegen. Nämlich mitten auf der Straße oder wenn ich gerade an der Wursttheke stehe. Ich stehe so da und plötzlich taucht dein Gesicht vor meinem inneren Auge auf. Und ich denke an die Zeit, in der wir nachts lachend durch den Bahnhof gelaufen sind. Oder als du mich an beiden Beinen festhaltend auf dem Rücken durch deine Wohnung geschliffen hast. Oder als dein Meerschweinchen auf meinem Rücken saß und du gesagt hast „Es mag dich“. Weißt du noch, als wir oben auf der Burg waren und der Führung zuhören wollten, aber wir beide noch alkoholisiert vom Vortag waren? Oder als wir auf der Bank auf der Wiese saßen und so gelacht haben wie schon lange nicht mehr?

Manchmal denke ich genau daran, und dann ist es schwer sich zu beherrschen und nicht zu weinen. Ich habe es bisher noch nie geschafft. Auf der einen Seite fehlst du sehr und ich will nicht auf dich verzichten. Aber auf der anderen Seite nimmst du keinerlei Rücksicht auf mich und hast die einzige von mir aufgestellte Regel gebrochen. Du hast mich so sehr verletzt und enttäuscht, dass ich dich nur schwer noch als meinen Freund bezeichnen kann. Eigentlich bin ich sehr gutmütig und verzeihe schnell. Aber ich weiß nicht, ob ich das so schnell verzeihen kann. Ich weiß, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die man nicht beeinflussen kann und gegen die man sich kaum wehren kann. Ich weiß auch, dass das eigentlich nichts mit unserer Freundschaft zu tun haben dürfte. Ich weiß es einfach nicht. Ich weiß nur, dass es weh tut und dass ich mich damit so wenig wie möglich beschäftigen möchte. Zumindest momentan. Was ist, wenn ich nicht mehr so darunter leide, kann ich nicht sagen. Man wird sehen.

h1

Freitags-Füller. #1

Oktober 30, 2009

6a00d8341c709753ef011570569c3f970b-400wi

1. Vor einer Woche dachte ich mir schon, dass diese Woche irgendein Knaller kommen würde. Aber ich habe gehofft, es würde nicht so sein.

2.  Ich hatte unanstrengendere Probleme als ich jung war.

3. Meine Mutter sagte diese Woche, dass auf mich kein Verlass sei. Warum auch immer.

4. Ich dachte, wir wissen beide, dass es etwas Besonderes ist, nur du und ich. Offensichtlich war es nicht besonders genug.

5. Nimm dir Zeit zum Ausrasten. Das ist manchmal besser als all die vielen Gedanken.

6. Auch dieses Wochenende wird vorbeigehen !

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Lernbücher, morgen habe ich einen längeren Besuch an der Käse- und Fleischtheke  geplant und Sonntag möchte ich wissen, was Sache ist!

h1

!!!

Oktober 29, 2009

Streichen wir den letzten Eintrag. Der war kindisch und peinlich. Und sehr offenbarend. Wahrscheinlich kann ihn eh jeder in seinem Feedreader lesen, weil ich ihn freigegeben habe. Nun gut, kann ich auch nicht ändern. Wir machen das ganze anders.

Ist ja ne anonyme Sache hier. Ich bin anonym, oder kennt mich wer? Prima. Also kann ich mich auch über meine anonymen Probleme aufregen, die mir meine anonymen Freunde geschaffen haben. Da kommt also meine anonyme Freundin (Name wird nicht verraten, weil… ja anonym, ne?) daher und hat suuuuper Kontakt mit meinem (Achtung! Anonym!) besten Freund. (Obwohl sie alles weiß, ALLES!!) In der Zeit, in der ich gerade keinen Kontakt mit ihm habe. Fällt mir dann natürlich auch super leicht, sowas durchzuhalten, wenn die sowas macht. Aber gut, davon mal ab. Jetzt erzählen die mir, dass die sich treffen wollen (zwei verschiedene Städte und so, aber.. hey, das ist alles so crazy .. und.. wow, noch nie hat es so gekribbelt! GEKRIBBELT, verfickte Scheiße! Merkts einer??!) und alles ist so… hach.. so krass einfach nur. Hätte man ja selber (anonym) nicht gedacht. Und man kann ja seit Woooochen nachts nicht mehr schlafen.. es gibt da ja mich. (Huch, ist denen aufgefallen! Cool, was?) Och man, wie machen wir das denn jetzt? Ist halt wirklich voll krass und so.

IHR HABT DOCH EINFACH ALLE EINEN VOLLSCHADEN!! GANZ EHRLICH!!!! MEINE FRESSE!!

h1

Gespräche. #11

Oktober 27, 2009

[Ich]: „Möchten Sie den Kassenbon haben?“
[Kunde]: „Jaanee..joah.. hmm.. grummelgrummel“
[...]
[Ich]: „Äh, jetzt Ja oder Nein?“
[Kunde]: „Oh, entschuldigung! Äh, ich wusste es grad selber nicht so genau. Also..äh.. ja, ich nehme ihn mit!“
[Kundin]: „Typisch Mann!“
[Ich]: „Ganz genau, die wissen einfach nicht, was sie wollen. Überrascht mich jetzt gar nicht. Ja, Nein, Ja, Nein. So typisch Mann!“

h1

Sehr wahr.

Oktober 25, 2009

Nach wie vor.

You’re hot then you’re cold
You’re yes then you’re no
You’re in then you’re out
You’re up then you’re down
You’re wrong when it’s right

It’s black and it’s white
We fight, we break up
We kiss, we make up

You don’t really want to stay, no
But you don’t really want to go

We used to be
Just like twins
So in sync
The same energy
Now’s a dead battery
Used to laugh bout nothing
Now your plain boring

I should know that
You’re not gonna change.

[Katy Perry, Hot'n'Cold]

h1

Gespräche. #10

Oktober 24, 2009

Ich bringe die Kasse bei Schichtende ins Büro und halte noch ein T-Shirt in der Hand, das mir eine Freundin vorbeigebracht hat.

[Chef]: „..?“
[Ich]: „Das gehört mir! Ich bringe das gleich weg.“
[Chef]: „Ich will es Ihnen auch nicht wegnehmen.“
(Ich bringe das T-Shirt weg und komme wieder ins Büro)
[Ich]: „Ich würde es Ihnen auch nicht geben. Ohne das jetzt böse zu meinen, aber ich glaube, es würde Ihnen auch nicht stehen.“
[Chef]: „Jetzt wird sie auch noch frech!“
[Ich]: „Da sind Strasssteine drauf!!“
[Chef]: „Na und? Vielleicht finde ich Strasssteine schön?!“
[Ich]: „Gut, dann ist jetzt der Zeitpunkt, an dem sie genau das zugeben dürfen.“

h1

Ein Spiel.

Oktober 22, 2009

Der Steuerkurs wurde nun gesetzt. Von anderen, nicht von mir. Und es geht gegen Ende, vielleicht sogar gegen ein sehr böses Ende. Aber scheinbar bin ich die einzige, die das überhaupt wahrnimmt. Wahrscheinlich bin ich dann auch noch diejenige, die übertreibt und es dazu bringt. Andere Menschen sehen Dinge ja grundsätzlich viel einfacher. Und ziehen sich dann auch einfach aus der Verantwortung. Ich bin ja schließlich Schuld. An allem. Was bin ich nur für ein böses, gemeines Ding. Ist ja kaum zu fassen.

Ich lasse mich nicht kontrollieren und ich lasse niemanden irgendwelche Machtspielchen spielen. Von mir wird nun erwartet, dass ich mich an die Regeln halte und brav mitspiele. Wenn der Spielleiter dies möchte, wird dies gemacht und wenn der Spielleiter das möchte, wird das gemacht. Ich glaube, dieser Spielleiter stellt das sich das ganze Spiel sehr viel einfacher vor, als es wirklich ist. Zumindest wenn man nicht mit kleinen bunten Figuren spielt, sondern mit einem Menschen. Vielleicht sehe ich aber auch schon aus wie eine kleine Figur, die den eigenen Willen verloren hat, weil sie genau das leider schon viel zu oft unter Beweis gestellt hat. Dann ist es auch kein Wunder, wenn alle erwarten, dass ich mitspielen werde. Es wird schmerzhaft, aber ich sehe nicht ein, einfach anderen den Posten des Spielleiters zu überlassen, nur weil sie in dem einen Moment meinen, sie möchten es sein. So funktioniert das nicht. Denn wir sollten ein Spiel ohne Spielleiter spielen. Das ist die Regel. Und solange es einen gibt, funktioniert gar nichts.

Ich weiß, wie alle anderen reagieren werden und gerade deswegen steht das böse Ende näher als zuvor. Aber dann ist das halt so. Lieber das, als dass ich als kleine Figur in einem großen Spiel ende, das ich nicht gewinnen kann.

h1

Kaputt.

Oktober 20, 2009

Warum ist eigentlich dieser Herbst (und wahrscheinlich der Winter auch, wenn wir mal pessimistisch sind) genauso unglaublich scheiße wie letztes Jahr? Muss man das verstehen? Ich meine, werde ich für irgendwas bestraft? Also ganz ehrlich, so viele Karmapunkte im Minusbereich kann ich gar nicht haben, dass ich all das hier erleben darf. Aber vielleicht sollte ich diese Frage nicht allzu laut stellen. Schlimmer geht immer, wie man ja weiß.

Es geht mir tierisch auf den Senkel, dass andere Menschen mein Leben und meine Laune so sehr beeinflussen können. Und sich dessen sogar noch bewusst sind. Das ist eigentlich noch das Dümmste daran. Und es gibt so Tage, da laufe ich durch die Straßen und frage mich, wie das so war als alles noch einfach war und ich mir keine großen Gedanken machen musste. Und als ich mich nicht fragen musste, wie diesundjenes wohl weitergeht oder was derundder wohl denkt. Ich würde auch gerne aufhören damit, aber das ist leider leichter gesagt als getan. Es nervt mich, dass ich so ein tierisch netter Mensch bin, der immer, aber auch wirklich immer, auf das Wohl der anderen bedacht ist. Ich will, dass es anderen gut geht, auch wenn es mir dadurch schlechter geht und kann nichts dagegen machen. Man sollte sich nicht von anderen Menschen abhängig machen. Am Ende macht es einen nur kaputt. Vielleicht sollte ich gänzlich mit der sozialen Kontakterei aufhören. Erscheint mir manchmal wirklich als die beste Lösung.

Und wenn mir dann auch noch gesagt wird, dass ich es nicht zu schätzen weiß, dass ich so viele wirklich gute Freunde habe, dann möchte ich denjenigen bitte kurz an die Wand klatschen. Und noch irgendwas hinterherwerfen, ganz ehrlich. Ich weiß das sehr wohl zu schätzen und bin mir dessen sogar bewusst, juchei! Wenn dann auch noch gesagt wird, ich würde ihnen nicht vertrauen, dann sollte man wirklich mal über das nachdenken, was man da gerade gesagt hat. Denn wirklich guten Freunden vertraue ich. Und wenn ich bei einer Person am Vertrauen zweifle, dann hat das wohl seinen Grund. Ich kann niemandem vertrauen, der zwischenmenschliche Tabus bricht. Der sich über freundschaftliche Loyalität hinwegsetzt und das ganze auch noch als psychologische Therapie verkauft. An mich! Ich kann auf sowas gut verzichten, damit habe ich kein Problem. Von anderen Menschen bin ich so etwas traurigerweise gewöhnt. Und weil in diesem Fall die Abhängigkeit und meine persönliche Nettigkeit wieder zum Tragen kommt, kann ich darauf leider nicht so einfach verzichten. Manchmal wäre ich gerne ein weiser alter Mann, der sich das alles BigBrother-mäßig von oben anschaut und dann einen klugen Ratschlag gibt. Oder mal ein paar Menschen mal einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Wobei ein Mensch reicht mir vorerst. Mehr will ich auch gar nicht.

h1

Mein lieber Freund, #5

Oktober 20, 2009

vor ein paar Wochen habe ich uns beide für gescheitert erklärt. Relativ schnell habe ich aber festgestellt, dass ich gar nicht will, dass wir scheitern und dass ich fest daran glaube, dass wir vor dem Ende fliehen können. Nun sind wir also fast wieder da, wo wir aufgehört haben.
Doch wenn wir unsere Mission wirklich fortführen wollen, dann solltest du aufpassen, was du tust. Denn das, was du momentan machst, ist so gegen alle goldenen Regeln und Verstände, dass das einzige, was für mich übrig bleibt, Schmerz ist. Und ich denke nicht, dass mir das nach all den Monaten besonders gut tut. Ich weiß nicht, was du dir dabei denkst. Manchmal frage ich mich, ob du überhaupt nachdenkst. Und wie du so wenig Rücksicht auf mich nehmen kannst. Dich sogar beschwerst, dass ich von dir verlange, dass du genau das tust. Ich versuche es zu ignorieren und mich nicht von deinen Taten beeindrucken zu lassen. Mir selbst zuliebe. Und wenn ich auch das nicht mehr schaffe, dann haben wir uns wohl endgültig verloren. Dann wirst du sehen, was du davon hast.

h1

Es ist, wie es ist.

Oktober 18, 2009

3275_959a