Archiv für August 2009

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Seltsam.

August 30, 2009

Ein bisschen seltsam ist das ja schon, wenn wir beide auf der Tanzfläche stehen und lautstark bei „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden mitsingen und dabei krampfhaft versuchen, den anderen auf keinen Fall anzusehen.

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Was ist nur geschehen?

August 28, 2009

Es gab ja mal eine Zeit in der ich gute Musik gehört habe. Hier so das und das, und manchmal auch das. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, dass ich es sehr gerne gehört habe und weiß auch noch, warum das so war. Aber inzwischen ist es sogar so weit, dass ich mir das Album von David kaufe. KAUFE! Versteht ihr?! Ich weiß nicht, was passiert ist.
Ach und die neue Single von Tokio.Hotel finde ich auch gar nicht so schlecht. Ich sag ja es geht bergab. Deswegen heute Abend erstmal in eine Indie-Alternative-Disco. Vielleicht hilft das ja.

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Nobody wants to be lonely.

August 27, 2009

Es ist ja nicht so, dass ich momentan nur Gedanken an mein bester-Freund-und-beste-Freundin-Gefüge und die Problematik, die damit einhergeht, verschwende. Hin und wieder verknüpfen sich auch Dinge in meinem Gehirn zu logischen Erkenntnissen. Ich muss ehrlich zugeben, dass es übers Jahr gesehen seltener dazukommt als noch vor einem Jahr, aber immerhin ist meine Existenz noch nicht ganz unbegründet.
Und im Übrigen versuche ich natürlich auch aus meiner aktuellen Situation die tollsten Einsichten für mein weiteres Leben zu gewinnen. Ich bin sicher, eines Tages kommt die große Erleuchtung und ich werde sehr sehr viel lernen aus den dummen Dingen, die ich gerade tue. Ist also alles nur für einen guten Zweck. Ich sehe keinen Grund, warum ich damit aufhören sollte, wenn ich doch davon profitieren kann.

Aber es gibt eine Sache, die mir jetzt schon klargeworden ist und weswegen ich diesen ganzen Quatsch hier eigentlich schreibe: Ich glaube, es geht im Leben vor allem darum, in vielerlei Hinsicht eine gute Balance zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit zu erreichen. Was wohl aber nur die wenigsten Menschen wirklich erreichen ist diese Balance im Bezug auf andere Menschen.

Viel zu oft wird Unabhängigkeit mit Alleinsein oder Einsamkeit gleichgesetzt. Wohingegen viele nicht merken, dass Liebe und Partnerschaft oft in unnatürlicher Abhängigkeit enden. Wahrscheinlich ist man wirklich glücklich, wenn man die Balance erreicht hat. Ob das möglich ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es ein Zustand, den man nicht bemerkt, solange er da ist, wie es mit so vielen Dingen so ist.

Ich gehöre auch zu dem Typ Mensch, der sich oft über andere definiert. Mein Selbstwertgefühl, meine Rolle in der Welt, meine Persönlichkeit. All das ergibt sich zum größten Teil aus dem, wie meine Mitmenschen mich wahrnehmen und sich mir gegenüber verhalten. Wenn man seine Schwerpunkte so verlagert, kann man eigentlich nur tief fallen. Und ich glaube ich bin nicht der einzige Mensch, der seine Persönlichkeit und sein Leben so von anderen beeinflussen lässt. Sicherlich gibt es auch gesunde Einflüsse und Veränderungen. Aber sobald man anfängt zu schwanken oder gar zu Boden zu gehen, wenn eine Konstante aus dem menschlichen Umfeld wegbricht, hat man etwas falsch gemacht.

Viele Menschen merken erst nach der Trennung von einem Partner, wie sehr sich ihr Leben um den anderen gedreht hat, anstatt um einen selbst. Auf einmal fühlt man eine große Leere, weil man sich selbst vorher hinten angestellt hat. Oft merkt man erst nach einer solchen Trennung wie gut einem die Unabhängigkeit eigentlich tut und wie wichtig es ist, dass das eigene Selbstwertgefühl auf eigenen Erkenntnissen und Gefühlen aufbaut, anstatt auf den Worten und Taten eines anderen.

Das ist kein Plädoyer gegen Beziehungen. Gott verdammt, was würde ich dafür geben, jetzt gerade eine zu führen. Aber ich glaube es ist diese Balance, die das ganze perfekt machen würde. Weil man viel zu oft eine Partnerschaft als Basis für alles sieht. Natürlich brauchen wir alle Halt und Liebe und Schutz. Aber ich glaube viel davon kann man sich auch selber geben. Zumindest mehr, als man manchmal glaubt.

Und jetzt, wo ich so viele weise Worte von mir gegeben habe, werde ich mal schauen was die anderen so machen. Fühle mich schließlich alleine hier und kann mich nicht mit mir selbst beschäftigen. Ob mich mein bester Freund noch mag, wenn er mich heute nicht anruft?

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I gotta feeling.

August 26, 2009

Wir haben heute Mittwoch. Heute vor einer Woche hätte ich das erste Mal in einem Spielcasino in Las Vegas spielen können. Bei dem Gedanken kann man fast nicht einschlafen nachts, oder? Jedenfalls war ich noch nicht in Las Vegas, falls jemand fragen wollte. Morgen schaut eine eventuelle Nachmieterin mein Zimmer an und ich hoffe sehr stark für meinen Mitbewohner, dass er sie nicht rausekelt. Sonst fange ich nämlich mal an mit Rausekeln.

Was noch? Freitag versuchen wir dann noch mal mit derselben Personen-Kombi das missglückte Experiment von vor zwei Monaten zu wiederholen. Wird sicherlich auch interessant. Vielleicht sollte ich mir vorsorglich ein Paar Schutzbrillen in meinem Feldrucksack lagern. Man weiß ja nie.

Und zu guter Letzt habe ich da einen besten Freund an der Backe kleben, der denkt, mir ist was passiert, wenn ich mal nachmittags um fünf (!) mein Handy akkubedingt aushabe und nicht online bin. Da fängt der an meinen Freundeskreis nach mir zu durchsuchen. Und wenn er dann mal fünf Minuten zu spät anruft, um sich mit mir zu treffen, dann werde ich den ganzen Abend mit SMS genervt, damit ich auch ganz sicher weiß, dass er sich nun auf seinem Sofa langweilt. Ich glaube sowas nennt man ADHS. Man weiß es nicht genau.

Und heute Nacht träumte ich übrigens von einer palastähnlichen Wohnung mit drei Zimmern. Sie war wundervoll. Ich wäre direkt eingezogen.

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Ostdeutsches Vokabular. #10

August 26, 2009

Das war übelst lecker!

[Übersetzung: Das war sehr/voll/echt lecker!]

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Lieblingszeilen. #4

August 25, 2009

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[aus: Mängelexemplar (Sarah Kuttner)]

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Mein lieber Freund, #4

August 21, 2009

ich weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll. Momentan belastet mich die Tatsache, dass ich Gefühle für dich habe, viel mehr als es das die letzten Monate getan hat.
Wir reden beide sehr offen über diese Tatsache und überlegen gemeinsam, wie wir unsere Freundschaft retten können. Aber ich glaube, du hast schon gemerkt, dass du nicht derjenige bist, der retten kann. Es liegt allein an mir.
Du sagst, dass du nicht verstehen kannst, warum ich immer noch Gefühle für dich habe. Ich soll einfach den Schalter umlegen, denn du und ich, wir werden niemals zusammen kommen. Doch wenn es so einfach wäre, hätte ich es schon längst getan.
Du sagst, dass du nicht verstehen kannst, dass ich darüber nachdenke, unsere Freundschaft zu meinem Wohl zu beenden. Du kannst es in keinster Weise nachvollziehen und hast das Gefühl, ich schmeiße unsere Freundschaft einfach so weg.

Ich weiß, wie du dich fühlst. Du bist einfach nur da. Du kannst nichts dafür, dass ich Gefühle für dich habe. Und du würdest, ohne etwas getan zu haben, deine beste Freundin verlieren.

Aber ich kann dir auch nicht versprechen, dass es anders kommen wird. Ich weiß, dass du mir sehr fehlen würdest. Du bist mein Halt, mein Auffangnetz, mein Schirm, der den Regen von mir fernhält. Aber seit ich dich kennen gelernt habe, kann ich nicht mehr frei im Kopf sein. Ich habe das ganze Jahr noch kein Buch lesen können, ich kann mich nicht auf Filme konzentrieren und die letzte Geschichte, die ich geschrieben habe, habe ich einen Tag bevor wir uns kennen gelernt haben verfasst. Es ist so schwer, eine solche Entscheidung bewusst zu treffen, dass ich mich immer noch dagegen wehre.

Wir müssen unsere Freundschaft verändern, das ist die einzige Möglichkeit, dass wir es zusammen schaffen können. Denn weder du noch ich können uns momentan ein Leben ohne den anderen vorstellen. Wir beginnen nun also die „Mission: Freunde bleiben“.

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IchIchIch.

August 19, 2009

Bild 1

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Mein lieber Freund, #3

August 18, 2009

„Männer und Frauen können nicht befreundet sein“ hast du vor einigen Tagen zu mir gesagt und gelacht, weil wir gerade nebeneinander im Bett lagen. Ich glaube das ist nicht richtig, denn Männer und Frauen können sicherlich sehr wohl befreundet sein, wenn keiner von beiden Gefühle für den anderen hat.

Wie soll das mit uns beiden nur weitergehen? Vor ein paar Monaten habe ich mich gefragt, ob aus Gefühlen wohl Freundschaft werden kann. Vielleicht ist es möglich, aber nach sechs Monaten vergeht mir langsam die Lust und auch die Kraft auf den Tag zu warten, an dem es soweit ist. Ich glaube, es ist nicht möglich solange du mein bester Freund bist. Du bist mir viel zu nah, als dass ich Abstand von dir nehmen könnte.

Ich habe die Mission: Freunde werden wirklich ernst gemeint. Es war mein größtes Ziel. Aber nun stehe ich hier und frage mich, ob ich da nicht eine Mission Impossible begonnen habe. Ich habe dir ins Gesicht gesagt, dass ich noch Gefühle für dich habe und wusste, dass du das anders siehst. Ich dachte, es würde sich etwas zwischen uns ändern, wenn du das weißt. Aber unsere Freundschaft wurde nur noch intensiver.

Natürlich war es ein Fehler, als wir dann angefangen haben, auch Nächte miteinander zu verbringen. Es war vor allem mein größter Fehler. So hatte ich für eine Zeit lang genau das, was ich sonst nicht haben kann. Ich habe es beendet, weil ich wusste, dass es nicht gut ausgehen kann. Und nun steht es zwischen uns. „Ich habe immer im Hinterkopf, was die letzten Wochen so vorgefallen ist“ sagst du gestern zu mir und ich schüttele leise den Kopf. „Genau das sollte nicht passieren“, sage ich traurig und habe Angst, dass wir aus dieser Situation nun nicht mehr rauskommen. Wir haben uns selber eine Grube gegraben und ich glaube, wir sind hineingefallen.

Jetzt, wo wir „nur“ noch befreundet sind, triffst du dich wieder mit anderen Frauen. Damit habe ich gerechnet und es überrascht mich in keinster Weise. Aber wehtun tut es trotzdem. Und deshalb stelle ich mir die Frage, ob es nicht besser wäre, unsere Mission zu beenden. Es wäre nicht so leicht wie es sich vielleicht anhört. Den besten Freund aus seinem Leben zu streichen hat mit einer Menge Schmerz zu tun. Aber ist dieser Schmerz vielleicht geringer als der, den ich seit Monaten mit mir rumtrage? Jetzt gerade habe ich das Gefühl, dass es tatsächlich so ist.

Ich leide unter dem Schwebezustand. „Ich darf auch mal jammern, habe ich schließlich schon seit Wochen nicht mehr“, sagst du und „Ich hatte die letzten Wochen immer gute Laune.“ Ist dir vielleicht aufgefallen, dass du genau diese letzten Wochen mit mir verbracht hast?

Ich weiß nicht, was ich tun soll. Du bist mir so wichtig, aber du bist auch meine größte Belastung. Ich bin hin- und hergerissen. Gestern war ein Tag, an dem ich mir meiner Sache sehr sicher war. Und dann haben wir abends telefoniert und ich habe das Thema, das mich momentan am meisten beschäftigt, einfach nicht angeschnitten und wir haben über andere Themen geredet. Vielleicht geht es doch? habe ich mich hinterher gefragt. Ich weiß es nicht. Gerne würde ich noch weitermachen und uns noch eine Chance geben. Eine von den vielen, die ich uns bereits gegeben habe. Aber wieso so viel Aufwand in etwas stecken, wenn man nicht weiß, ob man das Ziel jemals erreicht?

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Schöne Worte. #2

August 16, 2009

„Und manchmal, da trifft man Menschen, die hauen einen einfach um.“

[Grey's Anatomy]