Ich bin mir nicht so richtig sicher, was Glück ist. Ich glaube aber [...] fest daran, dass Glück kein Dauerzustand ist und man es deshalb auch nicht als einen solchen erwarten darf. Glück kommt manchmal einfach lärmend um die Ecke gerannt und haut einen um. Und dann flitzt es weiter und hinterlässt im besten Fall eine satte Zufriedenheit.
[Sarah Kuttner, büchermenschen]
Archiv für März 2009

Was Glück ist.
März 30, 2009
Gespräche. #2
März 28, 2009„Ich hab nichts getrunken!“
- „Echt? Nicht schlecht!“
(Handy fällt ihr auf den Boden)
- „Du hast was getrunken!“
[...]
„Komm mal mit nach da drüben… also.. ich find dich ja schon echt toll…. aber… könnte ich vielleicht meinen Schal wieder haben??“

Die Wahrheit über mich.
März 28, 2009[Ich habe noch nie so ein wahres Persönlichkeits-Horoskop gelesen]
Sie sind herzlich, freundlich und gefühlvoll. Im Guten und im Schlechten liegt Ihr Schicksal weitgehend in den Händen anderer Menschen.
Sie sind mehr auf Gefühle als auf den Verstand ausgerichtet. Mit Ihrer ausgezeichneten Beobachtungsgabe stellen Sie Vergleiche an. Sie neigen eher zu Routine und wählen den Weg des geringsten Widerstandes. Sie sind sehr anpassungsfähig und suchen das Wohlwollen anderer. Ihre Intuition ist bemerkenswert. Aus sozialen Beziehungen ziehen Sie innere Zufriedenheit. Sie sind angenehm und sympathisch. Sie verstricken sich allzu leicht in menschliche Beziehungen und geraten eventuell in Abhängigkeit. Sie neigen zu Ruhelosigkeit, Wechselhaftigkeit und einem Mangel an Ausdauer.
Beruflich neigen Sie zu Bereichen, die ein hohes Maß an kulturellem und künstlerischem Wissen erfordern.
In erster Linie sind Sie sehr intellektuell, mit einem hochentwickelten Gefühlsleben. Sie verfügen über ein hohes Potential an geistigem Wachstum. Ihr Wesen ist freundlich, einfühlsam und sehr hilfsbereit. Sie sind ein ruhiger und zufriedener Mensch.
Sie werden von Ihren Gefühlen und Stimmungen sehr stark beeinflußt werden. Sind Sie guter Stimmung, bringen Sie sich offen, leicht und flexibel zum Ausdruck. Tauchen in Ihrem Leben aber Unklarheiten auf, werden Sie passiv und ziehen sich zurück. Ihre Selbstwahrnehmung ist von Ihren momentanen Gefühlen abhängig, die von Ihrer Umgebung beeinflußt werden.
Ihr Wunsch nach emotionaler Sicherheit führt dazu, daß Sie andere Menschen versorgen und auch selbst gern versorgt werden. Sie fühlen sich sehr wohl mit Menschen, die Ihre Gefühle und Stimmungen verstehen.
Ihre Stärke liegt in der Fähigkeit, die Wünsche und Bedürfnisse anderer Menschen zu spüren. Sie sind ausgesprochen einfühlsam und üben eine beruhigende Wirkung auf andere aus.
Sie sind mit einem ausgesprochen feinen künstlerischen Verstand geboren, der jede Form von intellektueller Entwicklung liebt. Sie sind herzlich und sympathisch, gehen offen durch die Welt und auf andere Menschen zu. Sie besitzen die Gabe, andere Menschen zu unterstützen. Das Schicksal hält für Sie viele erfolgreiche und vergnügliche Abenteuer im Ausland bereit. Ihre Schwächen sind: überzogene Neugier, Unentschlossenheit und Unzufriedenheit.
[via]

Gespräche.
März 27, 2009- Hast du Musik an? Hier ist irgendwo ganz leise Musik an. Bei den Nachbarn vielleicht?
- Nein, der Fernseher läuft doch.
- Aber hier läuft irgendwo Musik!
- Ach, laber nich. Ich hör nichts.
- Mach mal den Ton aus. Da is’ irgendwo Musik!
- Das sind meine Meerschweinchen!
- Ja sicher, deine Meerschweinchen! Das klingt voll nach Techno!
- Das SIND die Meerschweinchen. (macht Schmatzlaute)
- Klar, die schmatzen im gleichmäßigen Technobeat. Mach noch mal den Ton aus, ich geh jetzt rüber zum Käfig.
….
- Dein I-Pod ist noch an.

Stroh im Kopf.
März 26, 2009Entweder hast du ne Menge Mut, du hälst mich für naiv oder du bist einfach so dumm, wie ich dich einschätze. Nach all dem, was vorgefallen ist und was du dir geleistet hast, gruschelst du mich? Ich meine.. GRUSCHELN?

Wir sind Freunde, weil..
März 26, 2009.. in der Disko den ganzen Abend über nicht mein Lieblingslied gespielt wird und du mich auf dem Nachhauseweg anrufst, weil du weißt, dass bei deinen Anrufen genau dieses Lied ertönt, und einfach nur sagst: „Siehst du, jetzt hast du’s doch noch mal gehört!“

So soll es nicht sein. So soll es nicht bleiben.
März 25, 2009Nach einem Hoch kommt auch immer ein Tief. So ist das im Leben. Allerdings bin ich einer dieser Menschen, die an diesen Gedanken nicht viel Zeit verschwenden, wenn sie gerade hoch oben von Wolke zu Wolke springen. Wieso auch, es fliegt sich doch ganz schön dort oben. Diese Einstellung hat sowohl eine positive als auch eine negative Seite. Die positive Seite ist wohl, dass man den Moment genießt, weil man nicht daran denkt, dass er vergänglich ist. Aber das ist dann wohl auch gleichzeitig das Problem. Wenn sich die Situation nun ändert, wird man sich meistens vorwerfen, den Moment nicht intensiv genug gelebt zu haben. Im Übrigen fällt man härter und tiefer, wenn man nicht damit gerechnet hat, den Halt zu verlieren.
Bis vor einigen Wochen habe ich in meinem persönlichen Hoch geschwebt. Ich hatte den Sommer meines Lebens, auch wenn wir Winter hatten. Und auch wenn man nie behaupten kann, die beste Zeit seines Lebens zu haben, wenn man doch gerade erst am Anfang des Selbigen steht, kann ich sagen, dass es einfach eine wirklich wirklich gute Zeit war. Mit allen Personen, die daran beteiligt waren.
Es war eine Zeit, die so schön war, dass sie alles andere, worüber ich mir sonst Gedanken mache, einfach überblendet hat. Keine Probleme, keine Zweifel. Es ist offensichtlich, warum die Zeit für mich so gut war. Den Kopf und das Herz frei. Was will man mehr? Doch es kommt irgendwann der Punkt, an dem das Gute entweder nicht mehr so gut ist, dass es das Schlechte überdecken kann, oder das Schlechte wird so groß, dass es das Gute verschwinden lässt. Eins von beiden wird früher oder später wohl immer eintreten. Ich glaube, bei mir kam beides gleichzeitig. Und jetzt sind all die Gedanken, die ich vorher an die Grenzen meiner Gedankenwelt verscheuchen ließ, wieder da.
Werde ich glücklich, wenn ich das weiterstudiere, was ich studiere und nicht das, was ich eigentlich studieren möchte? Was möchte ich eigentlich? Und was, wenn das Eigentliche doch nicht so ist, wie ich es mir vorstelle? Will ich eigentlich in der Stadt bleiben, oder vielleicht doch wieder zurück nach Hause oder vielleicht auch ganz woanders hin? Welche Module wähle ich und wo will ich arbeiten? Sollte ich das Studium vielleicht unterbrechen? Ich wollte schon immer mal nach Australien. Und was ist eigentlich mit dem FSJ? Das wollte ich doch auch noch machen.
Und dann fällt einem auch noch auf, dass es einen nicht nur nervt, dass man seit Wochen kaum Worte mit einigen Familienmitgliedern wechselt, sondern, dass es einen auch unendlich traurig macht. Und man steht vor der Situation, vor dem gesamten Geschehen und möchte am liebsten nur noch weinen. Weil es so nicht weitergehen kann, aber man weiß, dass es so noch einige Zeit weitergehen wird. Ist man zu schwach, um etwas an der Situation zu ändern, oder einfach nur zu feige?
Was passiert mit all den Leuten, mit denen ich hier meine Zeit verbracht habe, wenn ich wieder in der anderen Stadt wohne? Und sowieso, wird alles so bleiben wie es ist? Will ich, dass alles so bleibt, wie es ist? Was will ich überhaupt?
Wie gut, dass ein Tief meistens auch nur eine bestimmte Tiefe hat. Irgendwann kann es nur noch nach oben gehen. Da bin ich mir sicher. Ich bin ein Mensch, der sich gerne suhlt. In seinem Glück, und auch in seinem Unglück. Einmal richtig, dafür dann aber auch lange nicht. Gebt mir ein paar Tage, um den Kopf wieder klar zu kriegen. Dann werde ich die Fragen höchstwahrscheinlich immer noch nicht beantworten können. Aber darum geht es ja auch gar nicht.

Miss Independent.
März 23, 2009I will no longer be disciplined by the frustration of an insecure man.
[Maria Mena, Our Battles]