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Nein, ich möchte das Abo nicht.

Februar 26, 2009

Um all die Menschen da draußen vor weiteren Dummheiten zu bewahren, erzähle ich mal eben von meinen eigenen.

Ich hatte ja mal erzählt,  wie ich auf der Straße angesprochen wurde und mir ein superduperkostenloses Stern-Abo aufgeschwatzt wurde. Zu der Zeit dachte ich, alles würde sich mit einem schriftlichen Widerruf regeln. Als ich also wieder zuhause war, setzte ich mich direkt an den PC und schrieb meinen Widerruf, den ich am nächsten Tag gleich abschickte. Zwei Wochen hatte man laut des Vertrags Zeit. Weil man sich aber nie sicher sein kann, ob das alles auch so ankommt, wie man es abschickt, habe ich nach einer Woche einen zweiten Widerruf verfasst. Damit wähnte ich mich in Sicherheit. Dann rief auch ein Servicemitarbeiter an, dem ich von meinen Widerrufen berichtete und noch mal persönlich erklärte, dass ich mich gegen das KOSTENLOSE Abonnement entschieden hatte. Jetzt hätte eigentlich alles gut sein müssen.

Nach zwei Wochen kam dann leider ein Brief von der Vertriebsfirma, die mir sehr herzlich zu meinem neuen Abonnement gratulierte. Sie freuten sich sehr, dass ich für zwölf (ZWÖLF!) Monate nun ZAHLENDER Abonnent dieser blöden Zeitschrift wäre. Also rief ich unter der sauteuren Servicenummer an, um mir den Sachverhalt erklären zu lassen. Im Übrigen fühlt man sich da scheiße, weil man nicht beweisen kann, dass man zwei Widerrufe geschrieben hat. Aber was soll man machen.

Beim ersten Telefongespräch konnte man mir nicht helfen. Eine Woche später sollte ich mich noch mal melden. Innerhalb dieser Woche kam dann der zweite freundliche Brief, der mir mitteilte, dass das Abonnement nun endgültig bestätigt sei. Juchei.

Auf diesem zweiten Brief war dann auf einmal auch eine andere Adresse und eine andere Service-Nummer zu finden. Kein Wunder also, dass niemand meinen Widerruf erhalten hatte. Und dass sich auch niemand in der Servicezentrale mit meinem Problem beschäftigen wollte. Also da noch mal angerufen. Was das denn soll und ob sie denn meinen Widerruf nicht erhalten  hätten. Jetzt kommt die superdupergroße Überraschung: Selbstverständlich hatten sie ihn nicht erhalten. Woah, komisch. Daraufhin bat man mich, ihnen eine Kopie des Widerrufs zu senden. Und dann kam das tatsächliche Wunder: Nach weiteren zwei Wochen und einer bereits ausgestellten Zeitschrift, wurde das Abonnement tatsächlich gekündigt.

Das war großes großes Glück. Denn so ein Stern erscheint wöchentlich und ist 12 Monate lang, also ziemlich teuer. Also: Nicht anlabern lassen und nichts unterschreiben, so wie Mama das immer sagt.

4 Kommentare

  1. „Im Übrigen fühlt man sich da scheiße, weil man nicht beweisen kann, dass man zwei Widerrufe geschrieben hat. Aber was soll man machen.“ -> Die Post bietet die Möglichkeit, ein Einschreiben zu verschicken, an… :)


  2. Ja ich weiß.. aber ich war am Anfang noch so naiv und dachte, wenn der Typ gesagt hat, ich kann das widerrufen, dann kann ich das auch. Ich habe nicht großartig daran gezweifelt, dass da was schieflaufen könnte.


  3. Naja, in solchen Fällen sollte man sich eben immer maximal absichern. Aber so ein Abo kann auch sehr günstig sein, wenn man es richtig anstellt – manchmal ist die Bargeldprämie so groß, wie das, was man für das Abo insgesamt zahlt. Wenn das natürlich der Werber auf der Straße kassiert, hat man nix davon.


  4. Deine Situation kenne ich nur zu gut. Selbe Zeitschrift, selber Weg. Bei mir hatte es etwa 8 Wochen gedauert und bei mir sind auch schon 2 Exemplare ins Haus geflattert. Allerdings hat es einen Grund, warum das so ist. Die Vertriebszentrale, also die Leute, die einen dumm auf der Straße ansprechen für diese Abonnements, die Dir „offen ins Gesicht lügen“ sozusagen, die kommen von einer ganz anderen Firma und es hat rein gar nichts mit dem Stern zu tun. Der Stern hat diese auch nicht beauftragt, auch nicht die Firma die hinter der ganzen Sache steckt. Wie viele Zeitschriften-Verlage wird hier einfach eine Pauschale für neue Abo’s bezahlt. Ich wette, die Kündigungsbestätigung kam von einer Firma, dessen Name mit „VV“ und einem weiteren Buchstaben abgekürzt wird.



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