Um all die Menschen da draußen vor weiteren Dummheiten zu bewahren, erzähle ich mal eben von meinen eigenen.
Ich hatte ja mal erzählt, wie ich auf der Straße angesprochen wurde und mir ein superduperkostenloses Stern-Abo aufgeschwatzt wurde. Zu der Zeit dachte ich, alles würde sich mit einem schriftlichen Widerruf regeln. Als ich also wieder zuhause war, setzte ich mich direkt an den PC und schrieb meinen Widerruf, den ich am nächsten Tag gleich abschickte. Zwei Wochen hatte man laut des Vertrags Zeit. Weil man sich aber nie sicher sein kann, ob das alles auch so ankommt, wie man es abschickt, habe ich nach einer Woche einen zweiten Widerruf verfasst. Damit wähnte ich mich in Sicherheit. Dann rief auch ein Servicemitarbeiter an, dem ich von meinen Widerrufen berichtete und noch mal persönlich erklärte, dass ich mich gegen das KOSTENLOSE Abonnement entschieden hatte. Jetzt hätte eigentlich alles gut sein müssen.
Nach zwei Wochen kam dann leider ein Brief von der Vertriebsfirma, die mir sehr herzlich zu meinem neuen Abonnement gratulierte. Sie freuten sich sehr, dass ich für zwölf (ZWÖLF!) Monate nun ZAHLENDER Abonnent dieser blöden Zeitschrift wäre. Also rief ich unter der sauteuren Servicenummer an, um mir den Sachverhalt erklären zu lassen. Im Übrigen fühlt man sich da scheiße, weil man nicht beweisen kann, dass man zwei Widerrufe geschrieben hat. Aber was soll man machen.
Beim ersten Telefongespräch konnte man mir nicht helfen. Eine Woche später sollte ich mich noch mal melden. Innerhalb dieser Woche kam dann der zweite freundliche Brief, der mir mitteilte, dass das Abonnement nun endgültig bestätigt sei. Juchei.
Auf diesem zweiten Brief war dann auf einmal auch eine andere Adresse und eine andere Service-Nummer zu finden. Kein Wunder also, dass niemand meinen Widerruf erhalten hatte. Und dass sich auch niemand in der Servicezentrale mit meinem Problem beschäftigen wollte. Also da noch mal angerufen. Was das denn soll und ob sie denn meinen Widerruf nicht erhalten hätten. Jetzt kommt die superdupergroße Überraschung: Selbstverständlich hatten sie ihn nicht erhalten. Woah, komisch. Daraufhin bat man mich, ihnen eine Kopie des Widerrufs zu senden. Und dann kam das tatsächliche Wunder: Nach weiteren zwei Wochen und einer bereits ausgestellten Zeitschrift, wurde das Abonnement tatsächlich gekündigt.
Das war großes großes Glück. Denn so ein Stern erscheint wöchentlich und ist 12 Monate lang, also ziemlich teuer. Also: Nicht anlabern lassen und nichts unterschreiben, so wie Mama das immer sagt.




