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Ostdeutsches Vokabular. #3

26. Januar 2009

Na bzw. Nu
(Übersetzung: Ja)

6 Kommentare

  1. Also meine (westdeutschen) Freunde haben immer nur „nor“ verstanden, wenn ja „na“ (also ja) sagen wollte. ;)


  2. Es ist auch ein Na, das wir „nor“ klingt. Das macht das Ganze noch komischer :D. Das hat mich am Anfang schwer beschäftigt. Weil ich nicht wusste, was die Leute jetzt wollen. Und warum sie nicht einfach Ja sagen. ;)


  3. Komisch, genau das sagte meine beste Freundin einst zu mir: „Was willst du jetzt? Ja oder nein?“ und ich guckte sie entgeistert an und antwortete: „Na, ja. Hab ich doch gesagt.“ *kopfschüttel*


  4. Ja, damit hatte ich auch schon viel Spaß hier im Westen. Ich sage „Nu“ und die Gegenseite versteht es als „Nee“… Das ist voll schlimm: Da mir das andauernd unbewusst raus rutscht, muss ich immer noch schnell ein „also ja“ nachschieben, damit ich nicht falsch verstanden werd.

    (Kleiner Hinweis am Rande: Ich als Sächsist–äh, Sachse, möchte noch darauf hinweisen, dass „Nu“ eigentlich eine rein ost-/sächsische/ Vokabel ist.)


  5. @der andere: Meinst du, wegen dem Titel „ostdeutsch“? Also ich meine, ich sitze hier ja in Sachsen, von daher sind die meisten Wörter wohl auch sächsisch. Aber weil ich eine Freundin aus Thüringen hier habe, habe ich den Titel verallgemeinert, damit sie mit ihren Wörtern auch drin vorkommen kann ;)


  6. Nee, aber oft wird ja behauptet, in der gesamten DDR hätten die Menschen diesen hässlich Dialekt gesprochen, der doch sehr nah am Sächsischen war. Und daraus wird dann oft das Vorurteil, alle in der DDR sprachen Sächsisch. Ach und überhaupt. Und das „Nu“ ist halt sehr, sehr spezifisch — echte Leibtzscher würden das nie sagen. Das ist nur so im Osten Sachsens. Und ich behaupte von mir, an der Ausprägung des Sächsisch zu erkennen, aus welcher Region Sachsens die Person kommt. Aber dieses dezente Rumgepose auch nur so am Rande… ;)



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