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Wer fängt meine Worte?

November 2, 2008

Im Moment fehlt mir die Zeit und häufig auch die Ruhe, mich hinzusetzen und die Worte in meinem Kopf schriftlich festzuhalten. Leider haben Worte – zumindest in meinem Kopf – eine Halbwertszeit von kurzer Dauer. Das heißt, nach kurzer Zeit sind sie nur noch sporadisch da und irgendwann sind sie vollständig verschwunden. Auch wenn man jedes Mal wieder fest an das Gegenteil glaubt, man vergisst die Worte wieder. Schmerzhaft ist das in den häufigsten Fällen, aber im Moment kann ich wenig dagegen tun. Oft schreibe ich im Kopf, wenn ich unterwegs bin, ganze Texte. Worte werden zusammengesetzt, Sätze entstehen, kleine Geschichten – einfach so, aus dem Nichts. Doch sie werden nicht aufgeschrieben und verschwinden auch wieder dort, wo sie hergekommen sind – ins Nichts. Dagegen muss ich etwas tun. Denn das ist Verschwendung. Um es mal auf eine arrogante und selbstverliebte Art und Weise auszudrücken. Ich hoffe also, dass hier bald mal wieder mehr passiert. Denn es staut sich viel im Inneren meines Kopfes. Und je mehr sich hinten an die Schlange stellt und drängelt, desto mehr fällt vorne über die Kante in den tiefen Abgrund.

In diesem Sinne. Auf ein gutes Auffangnetz.

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