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Die Spezies ‘Männer’. #1

Juli 6, 2009

Ich hätte niemals gedacht, dass ich das Männer-und-Frauen-Gefüge mal Mario-Barth-like betrachten würde, aber ich muss sagen, dass ich beim männlichen Geschlecht tatsächlich wiederkehrende Wesenszüge und Verhaltensweisen festgestellt habe, die ich inzwischen erfolgreich auf grundsätzlich alle Männer anwende.

Heute: Männer sind feige.

Männer sind grundsätzlich vollkommen feige und ängstlich. Sie flüchten vor Konfrontationen und jeglicher Art von Komplikation. Männer haben einen Teil in ihrem Gehirn, der laut ‘Flucht’ schreit, wenn ein anderer warnend rot aufblinkt und ‘Problem im Anmarsch’-Hormone durch den ganzen Körper streut.

Wenn ein Mann sich einem Problem gegenüberstehen sieht, mit dem er sich nicht auseinandersetzen möchte, oder bei dem er vorher nicht sicher sagen kann, wie es ausgehen wird, macht er einfach ganz klar deutlich, dass er sich unter Druck gesetzt fühlt. Im besten Fall äußert er diese Gefühlslage auch. Wenn er ganz kindisch ist, droht er dir. Dass er nicht mehr mit dir spricht, wenn du jetzt nicht aufhörst ihn mit diesem Problem zu belästigen und ihn unter Druck zu setzen. Verstehe ich, der gute Mann müsste dann ja schließlich mal nachdenken und.. oh, in dem letzten Satz war ein logischer Fehler.

Wenn man den Mann durch gekonnte manipulatorische Fähigkeiten dazu bekommen hat, sich der Situation und dem Problem zu stellen, hat er allerdings noch weitere Möglichkeiten entwickelt, aus der Situation zu flüchten. Er kann zum Beispiel einfach auflegen, wenn man über das Telefon diskutiert. Wenn er ganz kindisch ist, droht er einem vorher damit.
Trifft man sich in der Realität, verlässt ein Mann auch gut und gerne mal den Ort des Geschehens.

Die letzte Flucht eines Mannes nennt sich Schweigen. Man redet auf sie ein, erklärt, zetert und regt sich auf und der Mann steht einfach nur da und schweigt. Im besten Falle äußert er dies auch noch in Form von Worten wie ‘Ich weiß jetzt nicht, was ich dazu sagen soll’ oder ‘Ich kann dazu nichts mehr sagen’. Und das, obwohl er vorher noch nicht ein Wort gesagt hat. NICHT EIN WORT! Kommt irgendeine Frau hinterher mit der Logik? Ich jedenfalls nicht. Die lassen dann alles auf sich herabprasseln, gucken ein bisschen bedröppelt und man fragt sich schon während des Streits, ob er einem eigentlich noch zuhört oder schon überlegt, mit wem er eigentlich als nächstes Sex haben wird. Ist nämlich ne Grundüberlegung, die 767833 Mal am Tag durchdacht werden muss von einem Mann, aber das ist ein anderes Thema.

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Stand der Dinge.

Juli 5, 2009

Ich werde hier weiterhin fröhlich vor mich hin schreiben, weil inzwischen alle Menschen da draußen nicht weniger wissen, als hier steht. Wenn sie mich also zufällig über eine Suchmaschine finden sollten, werden sie nicht überrascht sein. Ich kann also weiterhin den Blödsinn fabrizieren, den ich eh schon fabriziere.

Und wo wir bei Blödsinn fabrizieren sind: Davon habe ich sehr viel in den letzten Wochen angehäuft. Könnte ich verkaufen und ne Menge Kohle mit machen, wenns jemand kaufen wollen würde. Möchte jemand in mich investieren? Ich glaube, da ist noch ne Menge Blödsinnspotenzial in mir.

Jedenfalls habe ich mich gestritten. Ich habe jemandem gesagt, dass ich ihn verliebt bin ohne zu hoffen, dass derjenige das auch tut. Dann habe ich versucht keinen Kontakt mit dieser Person zu haben und wurde aber durch ungünstige Umstände dazu gebracht, diese Pause wieder aufzuheben. Nun versuche ich also Abstand zu gewinnen, ohne dass ich Abstand habe. Ein interessantes Vorhaben, das ich allerdings nicht aufgebe. Und wenn gar nichts mehr geht, weiß ich ja was ich zu tun habe. Schauen wir also mal, wie die nächsten Wochen werden.

Auch wenn es nicht viele Tage waren, habe ich für mich selber gemerkt, dass mein Glück nicht von anderen Menschen abhängt. Dass meine Stimmung auch gut sein kann, wenn ich selber dafür verantwortlich bin. Und dass ich mich nicht unglücklich machen lassen möchte. Ich glaube, das sind gute Erkenntnisse. Und ich merke auch ganz deutlich, dass es sich nicht lohnt, gedanklich hinter jemandem her zu sein, der einen nicht will. Das ist Zeit- und Energieverschwendung. Es macht einen auf Dauer unglücklich. Und wenn sich das nicht ändert, kann eine Freundschaft nicht auf Dauer halten. Und das habe ich heute seit langem sehr klar realisiert. Aus diesem Grund werde ich die Zeit, in der zumindest noch körperliche Distanz (durch zwei verschiedene Städte) besteht, weiter dazu nutzen um diese Gedanken weiterzudenken.

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Es gibt so Tage..

Juli 2, 2009

..an denen drehe ich völlig durch. Dann mache ich die albernste Musik an, die ich habe, drehe die Lautstärke voll auf und tanze durch mein gesamtes Zimmer. Alleine. Und habe den größten Spaß dabei!

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Was ist der Sinn des Ganzen hier?

Juni 23, 2009

Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das alles hier so richtig ist. Wenn ich mir die Statistiken anschaue und jedes Mal schon vor Sorge die Augen zusammenkneife, weil ich hoffe, dass der Zähler vielleicht mal wieder runtergeht. So war es nie und ich weiß nicht, ob es gut ist, dass es jetzt so ist.

Der Zähler geht in bisher ungekannte Höhen und ich sitze immer wieder davor und mir wird ein bisschen mulmig. Wer ist das alles, der hier mitliest? Möchte ich das noch? Was ist das, was hier geschrieben wird?

Ich habe ganz leise angefangen. Habe mir selber ein bisschen aus meinem Leben und vor allem aus meinem Kopf erzählt. Die Erzählweise und vor allem der Inhalt hat sich sehr gewandelt. Habe ich bisher einfach gar nicht mehr geschrieben, wenn das reale Leben überhand nahm, so wird jetzt alles in Worte gefasst. Alle Gedanken, viele reale Begebenheiten. Es ist viel mehr ein Tagebuch geworden als es das vorher war. Ein Tagebuch, dass ich zur Diskussion stelle. Und auch wenn es nur minimale Ausschnitte aus dem sind, was es wirklich zu erzählen gibt, so ist es doch mein reales Leben. Das mir gehört. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht schon viel zu viel von mir drinsteckt. Einerseits möchte ich gelesen werden. Gerne stelle ich mich selber zur Diskussion. Aber bewertet möchte ich nicht werden. Und mein Leben schon gar nicht.

Was mir außerdem Gedanken macht, ist die Tatsache, dass ich von realen Personen erzähle. Oder hier und da reale Personen direkt anspreche. Die nicht wissen, dass sie hier auf einer Plattform stattfinden und gelesen werden. Die ich, ohne zu fragen, einfach auch zur Diskussion stelle, weil sie Teil meines Lebens sind. Und dieser Blog gibt genau diese wieder. Ist das richtig? Ich weiß es nicht.

Und manchmal frage ich mich auch, was ich mache, wenn einfach mal jemand, der mich tatsächlich kennt, ein Stichwort aus meinem realen Leben eingibt und auf diesen Blog stößt. Eigentlich glaube ich nicht dran, weil es eine sehr unwahrscheinliche Sache ist. Aber immer, wenn ich diesen Zähler betrachte, frage ich mich, wer wohl alles unter den Lesern/Anklickern ist. Das ist ein anonymer Blog, der nicht auf meine reale Person schließen lässt. Nur einige wenige Leute kennen die reale Person hinter der Sternengreiferin. Und eigentlich sollte das auch so bleiben. Denn das ist die Gewährleistung dafür, dass ich hier frei schreiben kann. Und im Moment gibt mir diese hohe Leserzahl eher das Gefühl, dass diese Anonymität gefährdet ist.

Ich möchte nicht aufhören zu schreiben, aber ich möchte auch nicht unter dieser Unsicherheit leiden. Mir fällt es selber schwer, diesen Blog und das darin Geschriebene objektiv wahrzunehmen und zu hinterfragen wie viel es auf meine Person schließen lässt. Und schon gar nicht möchte ich, dass Menschen, die ich hier thematisiere, hier mitlesen und sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Ich muss mal überlegen, was am besten für mich ist und wie ich diesen Blog mit gutem Gewissen weiterführen kann.

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Ostdeutsches Vokabular. #7

Juni 21, 2009

Eine Ergänzung zu dieser Vokabel:
Das erledigen wir rückzu.

(Übersetzung: Das erledigen wir auf dem Rückweg.)

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Joghurtgemeinsamkeiten.

Juni 21, 2009

Es gab bei uns schon sehr viele Momente, in denen wir dasselbe gesagt haben. Manchmal sprichst du auch einfach nur genau das aus, was ich gerade denke. Hin und wieder doch schon ein bisschen gruselig. Und dann reden wir heute über Joghurt.

Du: “Gestern gabs leider keinen Joghurt mehr. Aber ich esse eh nur eine Sorte.”
Ich: “Ich esse auch immer nur eine Sorte.”
Du: “Pfirsich-Maracuja”
Ich: “Ich auch.”
Du: “Erdbeere esse ich nur, wenn kein Pfirsichjoghurt mehr da ist.”
Ich: “Ich auch.”

Gruselig, wie ich schon sagte.

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Update.

Juni 20, 2009

Letzte Woche habe ich den Eignungstest für den angestrebten Studiengang gemacht. Es ist fraglich, ob ich ihn bestanden habe. Falls ja, bleibe ich ihn dieser schönen Ost-Stadt. Und falls nein, gibt es keinen Plan B. Es gibt schon Plan Cs und Ds, aber die sind alle nicht so optimal wie Plan A wäre. Und ich bin eigentlich Perfektionist und möchte immer zu meiner vollsten Zufriedenheit Entscheidungen treffen. Das Problem ist leider, dass ich auch hin und wieder an Plan A zweifle.

Ich drehe mich im Kreis. Wurde mir auch schon von außen mitgeteilt. Und weiß ich selber. Ist nicht besonders schön, denn irgendwann wird einem schlecht. Ich tendiere also zu Plan A, kann mir insgeheim aber auch ein bisschen Plan C vorstellen, und hoffe dann also, dass Plan A gar nicht aufgeht. Was ja schön blöd ist, denn das will ich ja eigentlich. Eigentlich ist übrigens mein Lieblingswort. Wurde mir auch schon von außen mitgeteilt.

Man sieht also: Eigentlich alles beim Alten. Immer noch die gleichen Probleme. Immer noch das gleiche Umhertaumeln. Immer noch nicht in der Lage sein, klare Entscheidungen zu treffen. Aber zumindest macht mich diese Unfähigkeit nicht mehr traurig. Sie nervt mich ein bisschen, aber ich weiß, dass Plan A mich so glücklich machen wird, dass die Zweifel klein bleiben. Sollte Plan A nicht eintreten, garantiere ich für nichts. Aber das hat sich wahrscheinlich auch schon jeder gedacht.

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Weisheiten. #13

Juni 16, 2009

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Doppelgängerin.

Juni 15, 2009

Falls jemand meine Doppelgängerin kennen lernen möchte, bitte hier entlang :)

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Haben Sie heute schon gelogen?

Juni 14, 2009

Ja, zwei Mal. Ich schäme mich auch sehr.

Telefon klingelt. “Hm?” – “Hast du geschlafen?”“Nein, die ganze Zeit auf deinen Anruf gewartet” “Ja.”

Telefon klingelt. “Ja?” – “Warum hat das denn so lange gedauert?”“Weil ich erst gar nicht rangehen wollte” “Weil ich auf der Toilette war.”